Aluminium - Außenfensterbänke

Funktion

Die primäre Aufgabe einer Fensterbank, sei sie aus Leichtmetall oder Stein, ist die Ableitung von Niederschlagswasser. Ferner soll sie zuverlässig verhindern, dass Regenwasser in die Konstruktion eintreten kann. Diese beiden Aufgaben erscheinen auf den ersten Blick nicht weiter erwähnenswert zu sein, dennoch bereiten sie in der täglichen Praxis am Baugeschehen oftmals unerwartete Probleme.

Im Folgenden soll der Sachverhalt am Beispiel einer Aluminiumfensterbank verdeutlicht werden.

 
 
Fensterbanküberstand

Unzulänglich ausgeführte Fensterbanküberstände stellen einen immer wiederkehrenden Ärger dar. Das Regenwasser rinnt am Fenster herab auf die Fensterbank, und verläßt diese im Normalfall an der Tropfkante. Wenn die Tropfkante jedoch nicht weit genug von der Fassade  entfernt ist, so rinnt das Wasser an der Fassade herab und sorgt hier für unansehnliche Verschmutzungen. Besonders gilt dies für helle, mineralische Putze, wie sie heute vermehrt bei Wärmedämmverbundsystemen Verwendung finden. 

Eine Fensterbank ist im Prinzip nichts anderes als die Abdeckung einer Mauerwerkskrone. Da die  Aluminiumfensterbank aus Metall besteht, fällt sie in den Wirkungsbereich der VOB/C ATV DIN 18339 - Klempnerarbeiten Ausgabe 2000-12.

Hier, und in den Flachdachrichtlinien, findet man die einzige Vorschrift im Sinne einer Allgemeinen Technischen Regel, die eine Aussage über das Thema "Fensterbanküberstand" trifft.

Unter Punkt 3.4.3.heißt es in der DIN 18339:

  • Abdeckungen müssen eine Tropfkante mit mindestens 20 mm Abstand von den zu schützenden Bauwerksteilen aufweisen.


Ferner heißt es unter 3.4.4.

  • Ecken sind regensicher auszuführen


Sowohl die "Technsiche Richtlinie der Bundesverbände: Einbau von Fenstern und Fenstertüren" (1998) als auch der "Leitfaden zur Montage" der RAL-Gütegemeinschaft (5/00) beziffern bei den Konstruktionsdetails einen Fensterbankanschlusses einen Überstand größer oder gleich 20 mm gemäß DIN 18339. Der RAL Leitfaden empfiehlt hierbei allerdings ausdrücklich einen Überstand von 30 - 40 mm. In Abhängigkeit der Fassadenorientierung, Fassadengestaltung und Fassadenmaterialien können ggf. sogar größer Überstände unwirksam sein. (R. Oswald: Die Beurteilung von Abdeckungen bei Fassadenverschmutzungen in db 11/96)

 
 
Abdichtung zur witterungsseitigen Leibung

Die Aufgabe der äußeren Fensterbank ist es, anfallendes Niederschlagswasser kontrolliert abzuführen. Damit dies sichergestellt ist, muß die Fensterbank eine wannenförmige Ausprägung haben. Diese wird in der Regel durch die hintere Aufkantung, mit der die Bank am Fensterrahmen angeschraubt wird, und den seitlich aufgebrachten Endstücke erreicht. Hierbei handelt es sich um L- oder C-förmige Abschlußstücke, die seitlich auf die Kopfseiten der Alubänke aufgesteckt werden. Sie müssen an die Leibung regendicht und bewegungsfähig angearbeitet werden.  Die hintere Aufkantung muß in einem Falz (gemäß DIN 68101 für Holzfenster) liegen, der hinter dem Fensterprofil liegt damit das Eindringen von Regenwasser zwischen der Aufkantung und dem Fensterrahmen nicht möglich ist. Es wird empfohlen, ein Dichtband zwischen der hinteren Fensterbankaufkantung und der Rahmenfalzoberfläche einzubauen.

Auszug aus der ift-Richtlinie: Holzfenster - Konstruktion und Montage:

Außenfensterbänke
Fensterbänke sind so auszubilden, daß das Niederschlagswasser nach außen über die Fassade abgeleitet wird und daß kein Wasser ins Gebäudeinnere eindringen kann. Die Neigung der Fensterbank sollte 5° nicht unterschreiten. Der Überstand der Abtropfkante über die Vorderkante fertige Fassade soll ca. 30 bis 40 mm betragen. Er darf 20 mm nicht unterschreiten. Die Fensterbänke müssen am Blendrahmen mit ausreichender Festigkeit und dicht gegen Niederschlagwasser befestigt werden. Ausreichende Dehnmöglichkeiten für die thermisch bedingten Längenänderungen müssen gewährleistet sein. Bei einer Ausladung > 150 mm ist eine zusätzliche Befestigung am Baukörper erforderlich.

Im Leitfaden zur Montage nach RAL wird die Abdichtung zwischen Fensterbankaufkantung und Fensterrahmen in Kapitel 6.1.1 ebenso ausdrücklich gefordert wie die zusätzliche Abdichtung der Verschraubung.  

 


 

 

 

 

 

Bildnachweis: ift-rosenheim
 
 

Aluminium hat bei einer Temperaturdifferenz von 60 K eine Längenausdehnung von 1,5 mm/m Länge bzw. 1,5mm/m : 60 K = 0,025 mm pro Meter pro Grad Temperturdifferenz 
Beispiel:
Einbautemperatur: 20°C
Oberflächentemperatur einer braun eloxierten Bank im Sommer: 60°C
ergibt Temperaturdifferenz von: 40 K
Länge der Fensterbank: 2400 mm
Ausdehung: 2,4 m * 0,025 mm/m/K * 40 K = 2,4 mm

Diese 2,4 mm Längenänderung verteilen sich auf zwei Anschlußfugen, rechts und links. Sie belasten die hier im Idealfall vorhandenen Fugendichtstoffe im Sommer auf Stauchung und im Winter auf Dehnung. Geht man davon aus, daß gutes Silikon sich bis zu 25% seines Querschnittes dehnen läßt ohne zu reißen, und rechnet man keine Maximalbeanspruchung des Materiales sondern setzt statt der 25% einen Faktor von 15% ein, so müssen die 1,2 mm Dehnung durch eine mindestens 8 mm breite Dichtstofffuge aufgefangen werden.

Diese Fuge muß eine ausgeprägte, rechteckige Querschnittform haben und an nur zwei Flanken, der Leibung und dem Abschlußstück, haften. Spätestens hier ist zu erkennen, daß eine auf das Endstück aufgeschmierte und mehr oder weniger dreieckige Dichtstoffmasse keine fachgerechte Abdichtung sein kann !

Der relativ großen Ausdehnung des Aluminiums muß Rechnung getragen werden. Daher ist ab einer Länge von mehr als 300 cm die Fensterbank in der Mitte zu trennen und mit einem Dehnungsprofil auszustatten. 

 


Skizze:

Fensterbankabschlußstück bei Sichtmauerwerk (L-Form des Endstückes) mit Hinterfüllmaterial und Dichtstofffuge sowie hinten angebrachter Abdichtung zum Fensterrahmen
 

 

 

Dieses Bild zeigt ein kleines, aber feines Detail, das bei 99% der eingebauten Aluminiumfensterbänke nicht zu finden ist: die rückwärtige Abdichtung zum Blendrahmen.
Hier wird der einganges erwähnten Forderung der ATV VOB/C DIN 18339 Rechnung getragen:

  • Ecken sind regensicher auszuführen

Aussenfensterbänke aus Aluminium sind in der Regel mit einer Neigung von 5° gefertigt. Dies ist eine Art Produktnorm, die dem Fensterbauer unabhängig von den baulichen Gegebenheiten der Zuschnitt einschließlich der unteren Schräge der Rolladenführungen im Fertigungswerk ermöglicht.  Bei starkem Schlagregen in Verbindung mit Wind kann es aber durchaus geschehen, daß das Regenwasser trotz der Neigung nicht ausreichend abfliessen kann, sondern gegen die hintere und letztendlich auch die seitliche Aufkantung gedrückt wird. Diese ist naturgemäß nicht dicht, da die seitlichen Aufkantungen der Alubank ja nur  aufgesteckt sind. (Anders sieht es bei angeschweißten Abschlüssen aus). Es ist eine mehr oder weniger große Fuge zwischen Abschlußstück und hinterer Aufkantung der Bank, mit der sie am Fenster angeschraubt ist, vorhanden. Durch diese Fuge dringt Wasser in das Hintermauerwerk bzw. in die Dämmebene ein.

Dies kann verhindert werden, wenn die Fuge mit spritzbarem Dichtstoff verfüllt wird, oder in dem man eine wannenartige Abklebung unterhalb der Bank mittels Bauabdichtungsfolien erstellt.

 

Skizze:

wannenartig eingeklebte Bauabdichtungsfolien unterhalb der noch einzubauenden Aussenfensterbank

 

 

 

 

 

Antidröhn

Um die Geräuschbildung durch auf die Bank tropfendes Regenwasser zu reduzieren, sollten Aluminiumfensterbänke auf der Unterseite über die ganze Länge und etwa über zwei Drittel der Tiefe mit einem Antidröhnmaterial beklebt werden.

 

 

Fensterbänke

 

Die hohe Kunst des Fensterbankeinbaus beginnt, wenn Fenster mit Rolladenführungen montiert werden. Normalerweise sieht das dann so aus: (zum Vergrößern das Bild bitte anklicken)
 

 

Die Rolladenführung ist zu kurz, sie steht nicht auf der Fensterbank auf. In den Öffnungsspalt dringt kalter Wind ein, der hinter dem Panzer nach oben aufsteigt, in den Rolladenkasten dringt und hier am Rolladenauslass wieder austritt. 

In den Spalt zwischen rückwärtiger Aufkantung der Fensterbank und Abschlußstück dringt Wind und Regen in das Hintermauerwerk.

 

 

 
Besser ist dagegen folgende Lösung:
 

 

Die Rollladenführung steht hier vollflächig auf der Außenfensterbank auf, die Aufkantung des Abschlussstückes liegt hinter der RF. Der Spalt zwischen RF und hinterer Aufkantung der Bank wird später dauerelastisch abgedichtet.  Besser ist es, die Rollladenführungen ca. 8mm kürzer auszuführen und den Spalt zwischen den Rollladenführungen und FB dauerelastisch abzudichten, damit Längenausdehnungen nicht zu Putzabrissen und Knackgeräuschen führen.

Blick von oben: die RF steht in der wannenartig ausgeführten Fensterbank, die Fuge zwischen Aufkantung und Abschlussstück wird später noch  abgedichtet. Der Übergang vom Fensterrahmen zum Mauerwerk wurde hier vierseitig mit Butylband-Vlies wind- und luftdicht abgeklebt.

 
 
 
Später wird hier ein WVS aufgebracht werden, in das die Rolladenführungen eingebettet werden. Die Fensterbank wird einen Überstand von ca. 45 mm vor der Fassadenoberfläche haben. 


 
Klinker - Rollladenführung - Fensterbank

... ist eine im Prinzip "unmögliche" Konstellation wenn es sich bei den Fensterbänken um Alufensterbänke oder um eine Rollschicht aus Klinkersteinen handelt, oder wenn eine Steinfensterbank aussen zwischen die Leibung montiert wird und nicht in diese eingelassen wird.

 
 
 

Die Fensterbank bzw. die Rollschicht des Klinkers ist stumpf zwischen die Leibung gestoßen, die Fuge mit Silikon "verfüllt", der Nutgrund der RF liegt hinter der "Abdichtungsebene". 

so sollte man nicht arbeiten:

Die Alufensterbank wurde ohne seitliche Aufkantnungen stumpf zwischen die Leibung gestoßen, ohne Möglichkeit zur Ausdehnung im Sommer und ohne Möglichkeit der Abdichtung, die hintere Aufkantung fehlt, die Bank wurde unter das PVC-Fenster geschoben


 

In allen Fällen verhält es sich so, daß die Rolladenführung bei einem von innen eingesetzten Fenster hinter dem durch das Verblendmauerwerk gebildeten Anschlag liegt. Hierbei ist die RF von aussen meistens ca. 10 -15 mm sichtbar. Die Tiefe der Führungsnut beträgt normalerweise 20 mm, so daß dann der Nutgrund der RF weiter zurückliegt als die Aussenkante der Fensterbank und sich hier ein Loch bildet, durch das Regenwasser hinter den Verblender in die Wärmedämmung laufen kann und wird. (Bild oben links) 

 
 
Neue Systeme
gibt es von der Firma Sto. Hier hat man eine Fensterbank entwickelt, die sich mit speziellen Abschlußstücken speziell in das Wärmeverbundsystem integrieren läßt.

 
Zitat aus den Produktbeschreibung der Firma sto:

Fensterbank mit Dehnungskeder

Ein häufiger Grund für Streitigkeiten mit Bauherren sind Schäden im Bereich der Fensterbänke. Ob-wohl diese die Qualität des Gesamtprodukts Fassade maßgeblich beeinflussen, sind ihre Konstruktionsart, Herstellung oder auch Einbaubedingungen baurechtlich nicht festgelegt. Dieses führt immer wieder dazu, dass Fensterbänke verwendet werden, die für den Einsatz in einem WDVS ungeeignet sind. Materialausdehnungen durch Temperaturschwankungen oder das Eindringen von Wasser in die Konstruktion verhindern sie häufig nicht - Bauschäden sind die Folge. Auf WDV-Systeme abgestimmte Sto-Fensterbänke verfügen dagegen über Dehnungskeder und schützen zuverlässig vor solchen Schäden.

In einer gutachterlichen Stellungnahme zum Thema "Fensterbänke im WDVS" wird festgelegt, was eine WDVS-taugliche Fensterbank leisten muss:

  • Wärmeausdehnung der Fensterbank innerhalb der Konstruktion aufnehmen
  • Flexible, statisch ausreichende Halterungen bereit-stellen
  • Eine umlaufende Abdichtung zum Fenster und zum WDVS bieten
  • Wärmebrücken vermeiden

 

Systemgerechte Lösung

Sie patentierte "Sto-Fensterbank Profi" erfüllt - gutachterlich bewiesen - alle oben genannten konstruktiven Anforderungen: Ihre seitlichen Bordprofile sind mit Dehnungskedern bestückt. Diese elastische Lagerung gleicht thermische Längenänderungen aus. Dank der Langlöcher am Anschraubsteg kann die Montage an der Fuge zwischen Fensterbank und -rahmen zwängungsfrei erfolgen.

Die aus Aluminium gefertigte Fensterbank hat allseitig wasserdichte Aufkantungen und die Halterung des Bordprofils ist mit der Fensterbank durchgehend verschweißt. Der Dehnungskeder dämpft Wärmeübergänge am seitlichen Anschluss der Fensterbank. Er wirkt wie ein Thermostopp-Element. Alle weiteren Anschlüsse werden durch dauerelastisches Fugen-dichtband abgedichtet und gedämmt. Das Bordprofil der Sto-Fensterbank Profi ist dabei breit genug, um dem Fugendichtband für den Anschluss der Laibungs-dämmung volle Auflage zu bieten. Dies macht eine Gewährleistung der Schlagregendichtigkeit nach DIN 18055 erst möglich.

Sto-Fensterbänke gibt es in elf Standardausladungen (90-320 mm) oder individuell gefertigt. Darüber hinaus sind sie praktisch in allen denkbaren Farbtönen liefer-bar, über den kompletten RAL-Farbtonfächer. Nicht zu vergessen die Klassiker: natureloxiert, brauneloxiert und weiß-pulverbeschichtet. Auf Anfrage liefert der Hersteller jegliche Sonderausführung nach Zeichnun-gen und Angaben, z. B. Ausklinkungen, Auf- und Abkantungen, Rundbänke, Riffelblechaustritte, Mauerabdeckungen, Sonderabkantungen, Sonderprofile etc.
 

 www.sto.com / www.sto.de


 

 
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