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Alt 03.04.02, 22:48   #1
Thomas Koellmann
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Registriert seit: 04.2002
Beiträge: 1
Wir befinden uns in der Bauphase und beabsichtigen im Wohnzimmer und der Diele Bambusfertigparkett zu verlegen. Nach vielen positiven Gesprächen wurden wir heute von einem Parkettverleger vor Bambusparkett gewarnt. Er sagte uns, dass bei Beschädigungen durch herabfallende Gegenstände Splitter hochstehen könnten und wenn man diese entfernt eine ganze Faser mit sich ziehen würde, wie bei einem Spargelfaden. Somit wäre damit zu rechnen dass das Parkett nach spätestens 5 Jahren abeschliffen werden müßte. Außerdem würden sie Bambusparkett öfter wieder herausreißen als verlegen. Kann jemand diese Aussagen bestätigen oder hat jemand positive bzw. negative Erfahrungen gemacht?

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Köllmann
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Thomas Köllmann
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Alt 04.04.02, 18:41   #2
mthiess
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 09.2001
Ort: Berlin
Beiträge: 942
Hallo Herr Koellmann,
das mit den Spargelfäden und den Fasern ist tatsächlich so, aber wann fällt schonmal ein Gegenstand auf den Boden, der ganze Ecke ausbricht? Bei mir, ich habe selber auch Bambusparkett, gibt es wenn überhaupt nur Dellen im Boden. Da Bambus härter als z.B. Eiche oder Buche ist, sind die Dellen nicht so tief.
Zum Thema, mehr Rausreißen als Einbauen, muss ich schmunzeln. Sicherlich reißt Ihr Parkettleger, meistens vollverklebtes Bambusparkett raus, das in Neubauten eingebaut wurde. Fragen Sie ihn doch mal. Der Grund liegt meistens in der nachstoßenden Restfeuchte der Kellerdecken. *Bei der Prüfung der Verlegereife wird nur die Feuchte des Estrichs gemessen. Viel interessanter ist jedoch die Restfeuchte der Rohdecke und zwar legen die Estrichleger immer eine Baufolie auf die Rohdecke, diese ist aber eben keine echte Dampfsperre. Die dann in den ersten Jahren nachstoßende Restfeuchte läßt häufig das Parkett, und nicht nur Bambus, aufschüsseln. Hinzu kommt vielleicht noch eine falsche, zu feuchte Pflege, und der Schaden ist perfekt. *Anders sieht es bei den Fertigparketten aus, da steht meist direkt in der Verlegeanleitung, dass eine Dampfsperre oder Bremse direkt unters Fertigparkett und deren Trittschalldämmung gehört, daher hier auch weniger Schäden, als bei der Verklebung.

Mein Bambusparkett, vollverklebt im Neubau, liegt nun 2 Jahre, in den Ecken aller Wände haben sich Risse gebildet (Holzhaus mit Trochenbauwänden), die nicht mehr größer werden. Ich gehe davon aus, das nunmehr der größte Teil der Baufeuchte auch aus dem Keller entwichen ist und beginne mit den Nacharbeiten. Die Rissfugen werden elastisch verfugt und das im 2. Winter nicht mehr so stark geschüsselte Bambusparkett wird in 3 Wochen nochmal abgeschliffen und neu geölt.
Als Schutz gegen Abnutzung wird dann noch eine Wachsschicht aufpoliert und die wird in der Küche und Flur alle 4-6 Wochen erneuert. Braucht man natürlich eine Bohnermaschine für und das sagt einem meistens keiner!!
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Michael Thieß
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