Das Tischlerforum bei Klaus-Hermann Ries

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Alt 01.11.02, 19:25   #1
RolandSB
Mitglied
 
Registriert seit: 10.2001
Ort: Bad Rappenau
Beiträge: 109
Hallo Experten,
Ich habe festgestellt, dass sich mein 1 Jahr altes Industrieparkett (Ahorn can. mit 2K-PU verklebt auf Anhydritfließestrich) an einer Wand am Rand löst.
Der Estrich wurde auf eine Dampfsperre gelegt, weil untendrunter ein feuchter Keller ist.
Direkt an der Wand waren auch feuchte Flecken zu sehen. Die Feuchtigkeit kam von den Kellerwänden hoch, weil die nach innen mit Teerpapier (hab ich natürlich sofort entfernt) abgesperrt waren, und so die Feuchte nicht aus der Mauer konnte.
Ich hab mal die Sockelleisten weggemacht, und hinter denen war die Wand natürlich auch feucht.
Die Dampfsperre war bündig mit der Oberkante Parkett abgeschnitten, und deshalb ist die Feuchtigkeit wahrscheinlich zwischen Parkett und Sockelleiste ins Parkett gezogen, dieses gequollen und losgegangen.
Hätte der Parkettleger die Dampfsperre vielleicht erst direkt oben abn der Kante der Sockelschiene abschneiden sollen/müssen?
Meint Ihr, er muss die losgegangenen Riemchen im Zuge der Gewährleistung wieder ankleben?
Oder könnte man hier an seine Kulanz appelieren, weil er ja die Dampfsperre zu tief abgeschnitten hat?
Ich will dem nicht an den Karren fahren, ich möchte es nur repariert haben. Wie sollte ich vorgehen?
Gruß Roland
__________________
Roland Saur-Brosch
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Alt 02.11.02, 17:53   #2
khr
Klaus-Hermann Ries
Tischlermeister
öb vereidigter Sachverständiger des Tischlerhandwerks
 
Registriert seit: 09.2001
Ort: 46244 Kirchhellen
Beiträge: 7.092
Hallo Roland,

ich kann mir nicht denken dass aus einem unbeheizten Keller soviel Feuchtigkeit aufsteigen soll dass das Mauerwerk ´ne Etage höher nass wird, es sei denn Du wohntest in Dresden oder Grimma oder Venedig.

Wie sieht denn der Deckenaufbau aus ? Hast Du denn auch eine Dampfsperre zwischen Parkett und neuem Estrich ? Kann´s sein, dass die Feuchte aus dem Estrich stammt und nicht aus der Betondecke ?
__________________
Klaus-Hermann Ries (khr)
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Alt 02.11.02, 19:07   #3
Edmund Behrmann
 
Registriert seit: 03.2002
Ort: 27211 Bassum, Hallstedter Str. 12, Tel. 04248 741, Fax 04248 760
Beiträge: 2.847
Das mit dem nassen Mauerwerk kann schon sein. Beim Altbau ohne Sperrschicht kann die Feuchtigkeit bis sonst wo hochziehen. Wir haben ähnliche Probleme an unserem Haus. Die Feuchtigkeit zieht bei bestimmter Witterungslage bis in das Obergeschoss.

Nachträgliche Sperrschicht ist uns zu aufwändig.
Wir haben das folgendermaßen gelöst: Innen vor der Wand eine Vorsatzschale aus Gipsfaserplatten gesetzt, diese Vorsatzschale gut mit Lüftungssieben hinterlüftet. Im Fußboden- und Deckenbereich ist alle 50 cm ein Lüftungssieb angebracht. Vor den Sieben fühlt man richtig die Luftbewegung vor der Wand.

Wie gesagt, im Altbau (unser Haus ist Bj. 1908) kann es durchaus sein, dass die Wand Feuchtigkeit zieht. Im Neubau darf dieses nicht vorkommen.

In Deinem Fall Roland hilft erst einmal eines, mit dem Parkettleger reden. Wenn du seine Antwort weißt, kannst Du uns diese ja mitteilen. Wir werden dann weitersehen.

Ein schönes Wochenende wünscht
Eddy aus Neubruchhausen

Spruch des Tages
Hab' Geduld in allen Dingen,
vor allem aber mit dir selbst.
Franz von Sales
__________________
Handwerk und Vertrauen - natürlich von Edmund Behrmann
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Alt 23.02.06, 11:44   #4
Holzfuchs
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 02.2006
Ort: München
Beiträge: 4
Hallo Roland,

das mit dem feuchtem Mauerwerk ist tatsächlich immer ein Problem. Wenn ich die Möglichkeit hätte würde ich die Sockelleiste mit Hinterlüftungschlitzen, d.h. auf Distanzhölzer befestigen um so ein gleichmäßiges Austrocknen zu gewährleisten. Die Dampfsperre muß natürlich nach VOB DIN 18356 mit Oberkante Bodenbelag sprich Parkett abgeschnitten sein, darunter also mit Oberkante Estrich macht das ja auch keinen Sinn.

Gruß Erich der mit dem Holz tanzt
Holzfuchs ist offline   Mit Zitat antworten
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