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#1 |
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Mitglied
Registriert seit: 11.2003
Beiträge: 2
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hallo herr ries,
zunaechst ein dickes lob fuer das forum. leider habe ich dort keine antwort auf meine frage gefunden. wir haben gerade ueber einen bautraeger ein efh bauen lassen. das grundproblem unserer vielen maengel ist/war die umständliche kommunikation ueber drei ecken (bauherr-bautraeger-handwerker) und die extrem kurz kalkulierte bauzeit (schlechte trocknung und viele handwerker gleichzeitig auf der baustelle. unser Tuerenproblem ist, dass alle innentüren nach einbau von alleine zugefallen sind. der handwerker hat sich die zeit genommen, alle tueren neu einzustellen, indem er unten am tuerblatt die aufhaengschraube aus der tuer herausgedreht hat und oben die schraube hineingedreht hat. zudem hat er am tuerrahmen oben die aufhaengung etwas weg von der wand eingestellt. dann hat er die teflonhuelsen gegen stramm sitzende getauscht (mehr reibung) und tatsaechlich, alle tueren standen still. nach einer woche liefen sich die tueren ein und jetzt fallen drei innentueren von alleine zu. das ist extrem nervig, wenn man kleine kinder hat, und die tür zufällt, so dass man nicht weiss, ob sie direkt dahinter sind, wenn man kurz aus dem raum geht. Leider ist die aussage des bautraegers: ja, der handwerker verdient so wenig an den innentueren, dass der nicht dreimal kommen kann zum einstellen. deshalb wuerde ich gerne dem bautraeger einen angemessenen betrag von der endsumme abziehen. frage: liegt bei drei zufallenden innentueren ein sachmangel vor (die abstaende zu den daempfungsprofilen sind nicht größer als 4mm, das ist also nicht das hauptproblem)? gibt es din-normen, gutachterurteile etc. mit dem man den bautraeger festnageln bzw. in die pflicht nehmen kann? vielen dank ch hoffe sie koennen mir helfen |
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#2 |
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Registriert seit: 03.2002
Ort: 27211 Bassum, Hallstedter Str. 12, Tel. 04248 741, Fax 04248 760
Beiträge: 2.847
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Hallo Letschka
Bei zufallenden Türen hilft das Einstellen der Bänder, wenn überhaupt, wenig. Strammere Hülsen reiben sich nach kurzer Zeit ab und die Türen fallen wieder zu. Diese Erfahrung haben Sie auch gemacht. Das einzige was wirklich hilft: Die Türzargen müssen wieder ausgebaut und dieses mal richtig eingebaut werden. Ihre Türzargen stehen in irgendeiner Richtung nicht im Lot. Wie Türzargen ordentlich eingebaut werden finden Sie auf diesen Webseiten unter Fachwissen. Die Regelung übers Geld ist die schlechteste Regelung überhaupt. Das „eingesparte Geld“ haben Sie schnell woanders ausgegeben, die Türen fallen Ihnen noch nach 10 Jahren ins Kreuz Das der Handwerker an den Türen so wenig verdient, ist nicht Ihr Problem. Entweder muss er dann gleich ordentlich arbeiten, oder er darf unterbezahlte Aufträge nicht annehmen. Soll der bauträger seine Handwerker doch ordentlich bezahlen. Schließlich haben Sie auf eine Bohrmaschine *für 20 Euro genauso zwei Jahre Garantie, wie auf eine Bohrmaschine für 200 Euro, egal ob der Hersteller oder der Händler etwas daran verdienen oder nicht. Fazit: den Bauträger noch mal auffordern, dass die Türen richtig eingesetzt werden. Wie dieser mit dem Handwerker klar kommt, ist sein Problem. Einen schönen Sonntagabend wünscht Ihnen Edmund Behrmann Der TopaTeam-Tischler aus Neunbruchhausen Spruch des Tages Es ist weniger schwierig, Probleme zu lösen, als mit ihnen zu leben (Pierre Teilhard de Chardin)
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Handwerk und Vertrauen - natürlich von Edmund Behrmann |
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#3 |
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Klaus-Hermann Ries
Tischlermeister öb vereidigter Sachverständiger des Tischlerhandwerks Registriert seit: 09.2001
Ort: 46244 Kirchhellen
Beiträge: 7.087
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Was denn für ein Sonntagabend ??
In letzter Zeit habe ich mehrere Neubauten begutachtet, bei denen es Probleme mit dem Sitz der Türen gab. Es stellte sich heraus, dass die Türmontuere je Tür so um die 30 - 35 Euro bezahlt bekamen und dementsprechend gearbeitet haben. Die Montage lief so ab dass die Zarge, ausgestattet mit einer einsamen Spreize in´s Loch gestellt wurden und zierbekleidungsseitig mit in die Bekleidungsnut geschraubten Dachlattenstücken fest gegen die Wand gezogen wurde. Davon ausgehend, dass die Wand im Lot und der Boden in der Waage ist kam Schaum in die Fugen zwischen Zarge zur Wand, fertig. Als dann Tage später die Türblätter eingehangen wurden standen die dann teilweise von der Zarge ab und die Türecken sahen aus wie drei Tage in der Sonne gelagerte Butterbrote. Reklamiert wurden dann verzogene türblätter, aber der Hersteller konnte keine krummen Türen feststellen. Wie auch, denn die waren gerade, allein die Zargen waren windschief montiert. Vielleicht hätte mal eine eine Wasserwaage benutzen sollen oder vor dem Festschäumen mit dem Türblatt den Sitz der Zarge prüfen und justieren sollen. Aber dazu bleibt bei 35 Euro ja "keine Zeit". Was ist das Ergebnis: - der Kunde ist sauer - der Bauträger ist sauer - die Zargen werden aus- und wieder neu eingebaut - es werden neue Bekleidungen fällig - es werden Kosten für das Gutachten fällig - der Tischler erstattet dem Bauträger die Zinsen für die bisher nicht vom Endkunden bezahlten Positionen - der Auftrag geht mächtig in die Hose - kommende Aufträge des Tischlers für diesen Kunden sind garantiert defizitär, denn nachdem der Bauträger nun von mir weiß wie man Zargen einbaut wird er dies kontrollieren, aber sicherlich nicht mehr für die Montagen bezahlen als bisher. Hat er gesagt. Ähnlich sieht´s bei Ihnen aus. Ich würde dazu raten, den Posten "Innentüren" komplett nicht zu zahlen, denn Sie haben das Recht den deifachen Teil der vorraussichtlich anfallenden Reparaturkosten einzubehalten, und das sollten Sie tun. Vielleicht halten Sie uns hier auf dem Laufenden ??
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Klaus-Hermann Ries (khr)
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#4 |
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Registriert seit: 03.2002
Ort: 27211 Bassum, Hallstedter Str. 12, Tel. 04248 741, Fax 04248 760
Beiträge: 2.847
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das kommt davon, wenn man schnell noch etwas erledigt und alte Vorlagen reinkopiert. Hatte den Sonntagabend glatt übersehen.
Die gelbe Binde mit den drei Punkten habe ich nun abgenommen und wünsche allen eine sonnige Wochenteilung.
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Handwerk und Vertrauen - natürlich von Edmund Behrmann |
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#5 |
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Mitglied
Registriert seit: 11.2003
Beiträge: 2
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Sehr geehrter Herr Behrmann, sehr geehrter Herr Ries;
Sie kommen beide zu dem Schluss, erst mal dem Bauträger nicht alles zu zahlen. Ich (als Laie) könnte gegenüber dem Bauträger viel sicherer auftreten, wenn ich mich auf konkrete Regeln der Technik, Ral, DIN, VOB/B, Gutachterurteile etc. berufen könnte. der Bauträger sagt: was wollen Sie denn, dann legen Sie halt einen Stück Teppich unter die Tür, die Tür "funktioniert" doch. Hoffentlich können Sie mir helfen. P.S.: 3-4 Zargen, weiß lackiert ausbauen und neu setzen (kann man die alten überhaupt *wiederverwerten), was kostet das ca.? Bitte nur eine Hausnummer nennen, damit ich einen Anhaltspunkt habe. Vielen Dank für Ihr Interesse Familie Letschka, Ulm |
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#6 |
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Klaus-Hermann Ries
Tischlermeister öb vereidigter Sachverständiger des Tischlerhandwerks Registriert seit: 09.2001
Ort: 46244 Kirchhellen
Beiträge: 7.087
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Hallo Familie Letschka,
da gips keine Norm zu, dass ist einfach "fachgerechte Arbeit". Eine Tür muß auf uns zugehen, aber nicht von alleine, das ist nunmal so. Wer kauft ein Auto das von alleine losfährt ? Kosten: die Zarge mag 120 Euro kosten, netto, und der Umbau der Zarge wird zwei Studen dauern zu 45 Euro je Stunde, netto, und die Bekleidung der Zarge wird beim Umbau kaputt gehen, die Zarge selbst nicht.
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Klaus-Hermann Ries (khr)
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